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Die folgende Tabelle gibt einen Überblick der bisher im Untergrund realisierten Speicherprojekte. Die Tabelle kann durch Klicken auf die Überschriftzeile sortiert werden. Mehr Informationen zu den einzelnen Projekten werden mit Klick auf den Projektnamen sichtbar.
| Projekt | Jahr | Speichertyp | Speicherbeschreibung | Land |
|---|---|---|---|---|
Dronninglund 2 (Sunstore 3 - CSP)![]() Bild-Quelle: Aalborg-CSP | 2020 | Erdbecken | 2020 kam es zu einem Feuchteschaden in der Wärmedämmung des Speichers in Dronninglund 1, sodass die Deckelkonstruktion durch CSP-Aalborg ausgetauscht wurde. Der neue Aufbau verfolgt das Ziel, mehrere bislang bekannte Herausforderungen gleichzeitig zu adressieren, insbesondere das Oberflächenwassermanagement, die Ausgasung des Speicherwassers sowie den Umgang mit Feuchtigkeit innerhalb der Deckelkonstruktion. Die neue Konstruktion besteht aus segmentierten Deckelfeldern, die jeweils ein definiertes Gefälle zur Segmentmitte aufweisen. Die Oberseite jedes Segments wird mit Schotter ballastiert, sodass anfallendes Oberflächenwasser gezielt in der Mitte gesammelt und anschließend über Pumpenschächte kontrolliert abgeführt werden kann. Gleichzeitig soll über das Gefälle an der Deckelunterseite ausgasende Luft zum Randbereich eines Segmentes geführt werden und über Ventile aus dem Speicher austreten. Für die unterschiedlichen Temperaturbereiche innerhalb der Deckelkonstruktion wurden drei verschiedene Dämmstofftypen eingesetzt, um sowohl thermische Anforderungen als auch Feuchteregulierung optimal zu erfüllen. An der Oberseite wird erstmals auch keine Dichtungsbahn eingesetzt, sondern lediglich eine Dachunterspannbahn überlappend verlegt. Dies hat zum Ziel, dass im Falle eines Feuchteeintrags der Dämmstoff wieder austrocknen kann. | DK |
Marstal 3 (Sunstore 4 - CSP)![]() Bild-Quelle: Aarlborg-CSP> | 2020 | Erdbecken | Im Jahr 2017 kam es zu einem Deckelschaden, infolgedessen sowohl Speicher‑ als auch Oberflächenwasser in die Deckelkonstruktion eindringen konnten. Die durchfeuchtete Dämmung kollabierte teilweise, was zu deutlich erhöhten Wärmeverlusten führte. Aufgrund eines Feuchteschadens in der Dämmung des SUNSTORE 4 2012 wurde die Deckelkonstruktion 2020 durch Aalborg CSP erneuert. Der neue Deckelaufbau versucht bisherige Probleme mit dem Oberflächenwassermanagement, Ausgasung des Speicherwassers sowie den Umgang mit anfallender Feuchte im Deckel zu lösen. Dafür wurde der Deckel in einzelne Segmente aufgeteilt. Jedes Segment wird mit einem Gefälle zur Mitte an der Oberfläche mit Schotter ballastiert. So wird versucht anfallendes Oberflächenwasser zentral zusammeln und über Pumpenschächte abzuführen. Gleichzeitig soll über das Gefälle an der Deckelunterseite ausgasende Luft zum Randbereich eines Segmentes geführt werden und über Ventile aus dem Speicher austreten. Zudem wurden drei unterschiedliche Dämmstoffe für unterschiedliche Temperaturzonen im Deckel einsetzt. An der Oberseite wird erstmals auch keine Dichtungsbahn eingesetzt, sondern lediglich eine Dachunterspannbahn. Dies hat zum Ziel, dass im Falle eines Feuchteschadens der Dämmstoff wieder austrocknen kann. | DK |
Hoje Taastrup![]() Bild-Quelle: Flex-TES Report | DTU | 2020 | Erdbecken | Der Erdbecken-Wärmespeicher in Hoje Taastrup ist Vorbild für die multifunktionale Nutzung von Erdbecken-Wärmespeicher. Der Speicher ist eingebunden in das große Fernwärmenetz von Kopenhagen und dient anders wie bei bisherigen Anlagen nicht als saisonaler Wärmespeicher mit wenigen Speicherzyklen, sondern als Pufferspeicher mit bis zu 30 Zyklen pro Jahr genutzt. Der Speicher hat dauerhaft hohe Temperaturen zwischen 90 °C und 70 °C, weshalb bei der Abdichtung auf Polypropylen gesetzt wurde. Weitere Besonderheit des Speichers ist die azentrierte Positionierung der Schichtladeeinrichtung. Diese sitzt nicht wie bei bisherigen Speicheranlagen im Speicherzentrum, sondern unmittelbar an der Böschungswand in Längsrichtung des Speichers. Als Deckel kommt der CSP-Aalborg Aufbau aus den Speichern in Dronninglund und Marstal zum Einsatz. Dabei wurde der PE-Schaumstoff für hohe Temperaturen optimiert. | DK |
Lankazi![]() Bild-Quelle: Aalborg-CSP | 2018 | Erdbecken | Der Erdbecken‑Wärmespeicher in Langkazi, im südlichen Tibet, ist der erste seiner Art außerhalb Europas und liegt auf über 4.600 m ü. NN. Aufgrund des reduzierten Luftdrucks beträgt der Siedepunkt des Wassers nur etwa 85 °C, weshalb der Speicher maximal auf ca. 70 °C beladen wird. Die Deckelkonstruktion orientiert sich an der Bauweise des SUNSTORE‑3‑Speichers (2014) .Der Speicher verfügt über ein Volumen von 15.000 m³ und ist mit einer 22.000–22.275 m² großen Solarthermieanlage gekoppelt. Er kann rund 700 MWh Wärme saisonal speichern und deckt damit über 90 % des lokalen jährlichen Wärmebedarfs des Orts Langkazi. | CN |
Toftlund![]() Bild-Quelle: PTES in denmark: Experience and Working systems | Ramboll | 2017 | Erdbecken | Der Erdbecken‑Wärmespeicher in Toftlund besitzt denselben Deckelaufbau wie die Speicheranlagen in Gram und Vojens. Während der Bauphase kam es zu einer Durchfeuchtung der Blähtondämmung. Die feuchte Schüttung, in Kombination mit variierenden Dämmschichtstärken und der groben Kornstruktur, führte zu ausgeprägten lokalen Hot‑Spots und entsprechend hohen Wärmeverlusten. Durch eine aktive Durchströmung der Dämmschicht konnte der Blähton im Frühjahr 2018 wieder gezielt getrocknet und die Wärmeverluste reduziert werden. | DK |
Gram![]() Bild-Quelle: Long term storage and solar district heating | Planenergi | 2015 | Erdbecken | Der Erdbecken-Wärmespeicher in Gram besitzt denselben Deckelaufbau wie die Anlagen in Toftlund und Vojens, bei denen Blähton-Granulat als kostengünstige Dämmung eingesetzt wurde. Durch eine Leckage im Deckel kam es zu einem Feuchteschaden, der in den Wärmebilanzen 2016/2017 zu deutlich erhöhten Wärmeverlusten führte. Thermografische Aufnahmen zeigen ausgeprägte Hot-Spots, verursacht durch konvektive Wärmeübertragung in der grobkörnigen, feuchten Blähtonschüttung. Als Gegenmaßnahme wurde der Deckel anschließend um eine zusätzliche XPS‑Doppellage thermisch optimiert. | DK |
Vojens![]() Bild-Quelle: Vojens Fjernwarme | 2015 | Erdbecken | Der Erdbecken-Wärmespeicher in Vojens ist mit einem Gesamtvolumen von rund 203.000 m³ der derzeit größte Erdbecken-Wärmespeicher weltweit. Er wird überwiegend durch eine etwa 70.000 m² große Solarthermieanlage beladen und ermöglicht einen solaren Deckungsanteil von rund 50 % für die knapp 2.000 angeschlossenen Haushalte. Der Speicher wurde in einer bestehenden Sandgrube errichtet und zeichnet sich sowohl durch sein ungewöhnlich großes Speichervolumen als auch durch seine charakteristische sechseckige Bauform aus. Während der Bauphase stellten ausgeprägte Schlechtwetterereignisse eine erhebliche Herausforderung für den Baufortschritt dar. Aufgrund der groben Schüttung kommt es bei hohen Temperaturen zur Konvektion die sich in Thermalbildaufnahmen der DTU (Technische Universität Dänemark) sichtbar machen. | DK |
| Logumkloster | 2014 | Erdbecken | DK | |
Dronninglund 1 (Sunstore 3)![]() Bild-Quelle: Dronninglund water pit thermal energy storage dataset | DTU | 2013/2014 | Erdbecken | Der Erdbecken-Wärmespeicher in Dronninglund (Dänemark) verfügt über ein Speichervolumen von 60.000 m³ und eine thermische Kapazität von ca. 5.500 MWh. Der Speicher wird nicht nur saisonal, sondern auch für kurzfristige Lastverschiebungen genutzt. Die maximale Beladetemperatur beträgt 85 °C. Die Wärmeerzeugung erfolgt über ein 37.573 m² großes Flachkollektorfeld sowie zusätzliche Anlagen: ein 8 MW Erdgas-Kessel, 6 MW Verbrennungsmotoren und eine 5,2 MW bioölbetriebene Absorptionswärmepumpe mit 2,1 kW Kühlleistung. Beim Bau wurden insbesondere Erfahrungen aus dem SUNSTORE 2-Projekt in Marstal übernommen – vor allem im Bereich der Deckelkonstruktion. Dazu zählen ein Oberflächenwassermanagement über Ballastierungsrohre sowie der Einsatz von Vakuumventilen zur Entgasung des Speicherwassers bei hohen Temperaturen. 2020 und 2021 kam es zu mehrfachen Durchstoßungen der HDPE-Abdeckung, was letztlich den vollständigen Austausch des Deckels erforderte. Zudem kollabierte die Feuchtedämmung, vermutlich infolge von Durchfeuchtung oder Materialversagen. Das Projekt wurde umfangfreich wissenschaftlich begleitet und liefert wertvolle Erkenntnisse für Planung und Betrieb großvolumiger Wärmespeicher in regenerativen Fernwärmesystemen. | DK |
Braedstrup![]() | 2012 | Erdsonden | In Braedstrup, DK wurde eine aus zwei gasbetriebenen BHKWs, Gaskesseln und einem 2000 m³ Pufferspeicher bestehende Fernwärmeversorgung in zwei Schritten mit solarthermischen Kollektoren (18.600 m²), einem zusätzlichen Kurzzeit-Wärmespeicher (5.000 m³) und einem Pilot-Erdsonden-Wärmespeicher (19.000 m³) erweitert. Es ist der erster dänische Erdsonden-Wärmespeicher und ist realisiert nach dem Vorbild in Crailsheim. Die Wärmedämmung ist aus Muschelschalen. Zusätzliche wurden außerdem eine 1,2 MWth Wärmepumpe und ein 10 MW Elektrodenkessel ergänzt. Dieses in Dänemark auch als „Smart District Heating“ bezeichnete Anlagenkonzept ermöglicht dem Betreiber eine flexible Betriebsführung, die auch eine wirtschaftlich attraktive Teilnahme an der Stromnetzregulierung erlaubt. | DK |
Marstal 2 (Sunstore 4)![]() Bild-Quelle: Long term storage and solar district heating | Planenergi | 2012 | Erdbecken | Der Erdbecken‑Wärmespeicher SUNSTORE 4 wurde als Weiterentwicklung des Pilotspeichers SUNSTORE 2 errichtet, wobei zentrale Erkenntnisse aus dem Vorgängerprojekt gezielt berücksichtigt wurden. Analog zum 2014 in Dronninglund realisierten Speicher wurde erstmals eine Oberflächenballastierung aus betongefüllten Rohren eingesetzt, um das Oberflächenwassermanagement zu verbessern. Zudem kamen Vakuum‑Entlüftungsventile zum Einsatz, um Feuchtigkeit aus der Deckelkonstruktion kontrolliert abzuführen. Die im Speicher verbauten Schwarzstahlleitungen und Diffusoren zeigten bereits nach kurzer Betriebszeit eine ausgeprägte Korrosionsneigung, sodass der pH‑Wert des Speicherwassers nachträglich angehoben werden musste, um die Korrosionsrate zu reduzieren. | DK |
Hamburg II![]() Bild-Quelle: Vincent Boulanger | 2010 | Behälter | Der 1996 fertig gestellte saisonale Wärmespeicher sollte in das Wärmeverbundnetz Hamburg-Ost integriert werden, um den Wärmespeicher in bislang ungenutzten Zeiträumen – nachdem die gespeicherte Solarwärme im Winter vollständig entladen ist bis zur Wiederbeladung im Frühjahr – innerhalb des Wärmeverbundnetzes als Kurzzeit-Pufferspeicher zur Spitzenlastpufferung im Bereich von 7 MW bis 10 MW zu nutzen. Durch diese Spitzenlastpufferung kann der KWK-Anteil im Verbundnetz erhöht und damit die CO2-Emissionen zusätzlich gesenkt werden. Durch die erweiterte Nutzung wird die Wirtschaftlichkeit des Wärmespeichers verbessert. Aufgrund der vor Ort notwendigen aufwändigen Wasserhaltung für Tiefbaumaßnahmen ergab eine parallele Ausschreibung mehrerer Umbauvarianten als wirtschaftlichste Lösung den realisierten Teilrückbau des bestehenden Behälters und das Einstellen eines neuen Stahlbehälters. | DE |
München![]() Bild-Quelle: raum+ | 2007/2008 | Behälter | In München ist ein Heißwasser-Wärmespeicher in die zentrale, solar unterstützte Wärmeversorgung eines Neubaugebietes eingebunden. Die Kollektorfläche von 2.700 m² ist auf den umliegenden Wohngebäuden architektonisch ansprechend integriert. Der Speicher besteht aus einem Kegelstumpf in einer rund 5 m tiefen Baugrube, der in Ortbeton ausgeführt wurde. Die Wärmedämmung des unteren Speicherbereiches besteht aus Schaumglasschotter. Der auf dem Kegelstumpf ruhende, rund 10 m hohe Zylinder ist aus Betonfertigteilen aufgestellt und vorgespannt, die auf der Speicherinnenseite eine Edelstahlauskleidung tragen. Hierauf ist ein weiterer Kegelstumpf aus Fertigteilen aufgebaut, die ebenso die Edelstahlauskleidung integrieren. Die Stöße der Edelstahlauskleidung wurden von innen verschweißt. Die Speicherform ist dem A/V-Optimum einer Kugel angenähert. Die Speicherwände und der Speicherdeckel wurden mit Blähglasgranulat wärmegedämmt. Die Dämmstärke nimmt dabei vertikal von unten nach oben auf max. 70 cm zu. Die Wärmedämmung wird durch eine vertikale Drainage vor Erdfeuchtigkeit geschützt. Der Speicher ist mit einer Schichtbeladeeinrichtung ausgestattet. Im Frühjahr soll schnellstmöglich ein solares Puffervolumen im saisonalen Wärmespeicher aufgebaut werden: In der ersten Jahreshälfte belädt der Kollektorkreis in den obersten Speicherschichten ein Puffervolumen, dessen Temperatur über der Vorlauf-Temperatur des Nahwärmenetzes liegen soll. Hierzu wird der Rücklauf des Kollektorfeldes in den oberen Speicherbereich verlegt. Ist der Pufferspeicher ausreichend beladen, wird der Rücklauf auf die unterste Speicherschicht umgeschaltet. | DE |
Eggenstein![]() Bild-Quelle: Pfeil & Koch Ingenieurgesellschaft | 2007/2008 | Erdbecken | Der Erdbecken‑Wärmespeicher in Eggenstein‑Leopoldshafen wurde als Kies‑Wasser‑Speicher mit mehreren Schüttschichten ausgeführt. Wie bei vergleichbaren Anlagen ermöglicht diese Bauweise eine Doppelnutzung der Oberfläche, die hier in den Bestand des Schulhofs integriert wurde. Eine charakteristische Besonderheit ist die Geometrie: Der Speicher wurde als umgekehrter Kegelstumpf hergestellt und vollständig über die Geländeoberkante überbaut. Im Gegensatz zu den Anlagen in Steinfurt und Chemnitz erfolgte die Beladung nicht über horizontale Leitungen, sondern direkt über einen Infiltrations‑ und einen Extraktionsbrunnen. Eine dazwischenliegende Sandschicht sollte einen hydraulischen Kurzschluss verhindern. Im Betrieb kam es jedoch wiederholt zu hydraulischen Störungen und Pumpenproblemen, sodass ein stabiler Speicherbetrieb nie erreicht werden konnte. Darüber hinaus führten erhöhte Wärmeverluste über den Deckel zu einer inversen Temperaturschichtung im Speicher. Eine Durchmischung wurde durch die nur begrenzt durchlässige Sandschicht zusätzlich eingeschränkt. Der Speicher ist heute außer Betrieb. | DE |
Crailsheim![]() | 2007 | Erdsonden | In Crailsheim entsteht ein zentrales, solar unterstütztes Nahwärmesystem für ein Neubau- und Bestandsgebiet auf einer Konversionsfläche. Im Mai 2012 erfolgte die Inbetreibnahme des ersten Bauabschnittes mit 7.500 m² Flachkollektoren auf Wohnbauten, Schulgebäude und Lärmschutzwall. Die solare Nahwärme Hirtenwiesen 2 in Crailsheim ist Deutschlands größte Solarsiedlung. Die Anlage verfügt über zwei Heißwasser-Pufferspeicher (100 m³ und 480 m³) sowie einen Erdsonden-Wärmespeicher. Die Anlage ist auf einen solaren Deckungsanteil von 50 % des jährlichen Gesamtwärmebedarfs ausgelegt. | DE |
Neubrandenburg![]() Bild-Quelle: Ralf Roletschek | 2004 | Aquifer | Ein vormals als geothermische Heizquelle genutzter Aquifer in 1300 m Tiefe wird seit der Koppelung mit einem GuD-Kraftwerk im Jahr 2005 auch zur Wärmespeicherung auf hohen Temperaturen genutzt. | DE |
Marstal 1 (Sunstore 2)![]() Bild-Quelle: Final technical report SUNSTORE 2 | Marstal Fjernvarme | 2003 | Erdbecken | Der Erdbecken-Wärmespeicher SUNSTORE 2 in Marstal gilt als zentraler Pilotspeicher und als technisches Vorbild für die späteren wassergefüllten Erdbecken‑Wärmespeicher in Dänemark und Deutschland. Durch den wissenschaftlich begleiteten Bau‑ und Betriebsprozess wurden grundlegende Erkenntnisse zu Konstruktion, Betrieb und Langzeitverhalten der Technologie gewonnen. Im Betrieb traten erstmals systematisch dokumentierte Probleme auf, darunter ein unzureichendes Oberflächenwassermanagement sowie Ausgasung von Luft aus dem Speicherwasser. Beide Themen wurden in den Folgeprojekten SUNSTORE 3 und SUNSTORE 4 konstruktiv weiterentwickelt. Eine undichte Schweißverbindung an einem Einbauteil führte zu Feuchteeintritt in die Dämmschicht. Aufgrund der geringen kapillaren Leitfähigkeit der eingesetzten Mineralwolldämmung konnte die Feuchte nicht austrocknen, was zu dauerhaft erhöhten Wärmeverlusten führte. | DK |
Attenkirchen![]() | 2002 | Erdsonden | Hybrid-Wärmespeicher, bei dem die Erdwärmesonden auch die Wärmeverluste eines im Zentrum liegenden, ungedämmten Heißwasser-Wärmespeichers rückgewinnen; | DE |
Hannover![]() | 2000 | Behälter | In Hannover wurde in einem Neubaugebiet ein Heißwasser-Wärmespeicher als zylindrischer Betonbehälter mit freitragendem Kegelstumpf-Schalendach aus Spannbeton ausgeführt. Hier kam erstmals ein neu entwickelter Hochleistungsbeton zum Einsatz, der ohne innere Edelstahlauskleidung ausreichend wasserdampfdicht ist. Nach Fertigstellung wurde der Behälter als Spielhügel in einen Spielplatz integriert. Flachkollektoren sind auf den umgebenden Gebäuden als dachintegriertes Solardach ausgeführt und addieren sich zu 1.473m² Kollektorfläche. Der solare Deckungsanteil (Planung) beträgt 39% am jährlichen Gesamtwärmebedarf. | DE |
Rostock![]() | 2000 | Aquifer | Ein in 15 bis 30m liegender geologischer Aquifer ist über zwei Brunnenbohrungen erschlossen und wird auf maximal 50°C erwärmt. | DE |
Berlin![]() Bild-Quelle: GTN-Neubrandenburg | 1999 | Aquifer | Das Speicher-Projekt in Berlin, besteht aus einer kombinierten Kälte- und Wärmespeicheranlage. Der Kältespeicher wird im Sommer aus dem Verdampfer der Wärmepumpe und im Winter mit kühler Umgebungsluft (Temperaturen zwischen 5 °C – 19 °C) beladen. Er besteht aus zwei mal fünf 60 m tiefen Brunnen, die je 300 m auseinander liegen und eine max. Durchflussgeschwindigkeit von 300 m³/h erlauben. Der Wärmespeicher hingegen liegt in über 300 m Tiefe und besitzt zwei Brunnen von 285 m bis 315 m Tiefe, deren Entfernung voneinander (wie beim Kältespeicher) ebenfalls 300 m beträgt; Die Temperaturen erreichen im Wärmespeicher bis zu 70 °C, wobei die Durchflussgeschwindigkeit 100 m³/h beträgt. Im Sommer wird der Wärmespeicher mit Abwärme einer KWK-Anlage beladen. | DE |
Steinfurt![]() Bild-Quelle: Solarthermie2000Plus | ITW | 1998/1999 | Erdbecken | Der Erdbecken‑Wärmespeicher in Steinfurt‑Borghorst wurde als Kies‑Wasserspeicher ausgeführt und ermöglicht dadurch eine Doppelnutzung der Oberfläche, die im Betrieb als Gartenfläche der umliegenden Wohnhäuser genutzt wurde. Neben der Kies‑Wasserschüttung ist der Dämmaufbau der Seitenwände besonders hervorzuheben: Die Wände bestehen aus modular angeordneten Geovlies‑Containern, die mit Blähglasgranulat befüllt wurden. Dieses System ist skalierbar, modular und erfordert keine Arbeiten direkt an der Böschungskante. Der Speicher ist vollständig wärmegedämmt – am Boden, an den Seitenwänden und im Deckel. Die Beladung erfolgt indirekt über horizontal verlegte PEX‑Rohrleitungen, die Wärme in die Kies‑Wasserschüttung einbringen. | DE |
Augsburg![]() | 1998 | Erdbecken | Realisiert mit bayerischen Fördermitteln als Kies-gefülltes, mit Folien abgedichtetes, flaches Erdbecken, indirekter Wärmeaustausch durch Rohre. | DE |
Chemnitz![]() Bild-Quelle: Solarthermie2000Plus | ITW | 1997/2000 | Erdbecken | Der Erdbecken-Wärmespeicher in Chemnitz wurde Kies-Wasser-Wärmespeicher ausgeführt. Der Speicher wurde mit dem Forschungsvorhaben Solarthermie2000 umgesetzt. Im Gegensatz zu den späteren dänischen PTES‑Standards wurde der Speicher nicht mit geformten Erdböschungen gebaut, sondern mittels senkrechtem Berliner Verbau mit zusätzlicher Seitenwanddämmung ausgeführt. Großer Vorteil einer Kies-Wasserschüttung ist die Doppelnutzung der Oberfläche, so wurde der Speicher mit einer Parkplatzfläche überbaut. Nachteil einer Kies-Wasserschüttung ist die niedrigere Energiedichte, eine schlechtere Temperaturschichtung und dem entsprechend eine inflexiblere Nutzung des Speichers. Der Speicher wurde nach einer kurzer Betriebszeit aufgrund eines Eigentümerwechsels wieder stillgelegt. | DE |
Neckarsulm![]() | 1997/ 2001 | Erdsonden | Der Erdsonden-Wärmespeicher in Neckarsulm ist Teil einer zentralen, solar gestützten Wärmeversorgung für ein Neubaugebiet. Das Pilotprojekt besteht aus mehreren Ausbaustufen (bis 1998, bis 2002, zukünftig). Solarstrahlung wird von einer Kollektorfläche von 5.670 m² (geplant für die derzeitige Ausbaustufe: 6.300 m²) auf den Gebäuden aufgenommen. Erster saisonaler Erdsonden-Wärmespeicher, realisiert mit Polybuten-Erdwärmesonden in rechteckigem Grundriss mit aufwändiger Feldhydraulik. | DE |
Friedrichshafen![]() | 1996 | Behälter | Der Heißwasserspeicher ist der größte realisierte saisonaler Wärmespeicher als vorgespannter zylindrischer Behälter zwischen Kegelstümpfen aus Ortbeton mit 12.000 m³ Volumen. Der Wärmespeicher ist in die zentrale, solar gestützte Wärmeversorgung eines Neubaugebiets eingebunden. Die der Speicherdimensionierung zugrunde liegende Siedlung und Kollektorfläche wurde nicht im gesamten Umfang realisiert. Im Jahr 2014 beladen 4.050 m² Flachkollektoren, z.T. auch im Dach integriert, den Wärmespeicher. | DE |
Hamburg I![]() | 1996 | Behälter | Deutschlands erster saisonaler Behälter-Wärmespeicher war in eine zentrale, solar unterstützte Wärmeversorgung für ein Neubaugebiet in Hamburg eingegliedert. Im betriebsfertigen Endzustand lag der Speicher vollkommen unter der Erdoberfläche, ein Zylinder auf Kegelstumpf mit flachem, auf Stützen gelagertem Dach in Ortbetonbauweise. Der Behälter wurde bis zum Jahr 2008 durch 2.000 m² Dachkollektoren beladen. Im Jahr 2010 erweiterte die HanseWerk Natur GmbH die Nutzung des saisonalen Wärmespeichers, um neben der saisonalen Speicherung solarer Wärme auch den Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung – KWK – im Fernwärmenetz zu erhöhen. | DE |
Stuttgart![]() | 1985 | Erdbecken | Erster solarthermisch beladener, saisonaler Wärmespeicher Deutschlands, gebaut im Rahmen der IEA Task 7 in einfacher Bauweise für Maximaltemperaturen bis 50 °C. | DE |
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