Wärmepumpen werden im Zusammenhang mit einem saisonalen Wärmespeicher eingesetzt, um diesen effizienter zu entladen. Ohne Wärmepumpe kann der Speicher nur auf die niedrigste ihm zur Verfügung gestellte Systemtemperatur entladen werden. In einem solaren Nahwärmesystem ist dies z.B. die Netzrücklauftemperatur.
Wird nun eine Wärmepumpe zur Speicherentladung eingebunden, kann der Speicher auf tiefere Temperaturen entladen werden. Damit wird zum einen die nutzbare Wärmemenge des Speichers erhöht, zum anderen sinken die Speichertemperaturen und damit die Wärmeverluste des Speichers.
So kann die Einbindung einer Wärmepumpe die Gesamtwirtschaftlichkeit der solar genutzten Wärme verbessern, selbst wenn die sonstigen Randbedingungen des Systems wie solarer Deckungsanteil, Systemregelung etc. beibehalten werden.
Wärmepumpen zur Entladung eines saisonalen Wärmespeichers müssen allerdings besondere Randbedingungen erfüllen: im Gegensatz zu gebräuchlichen Wärmepumpenanwendungen mit konstanter Wärmequellentemperatur nimmt die Temperatur in einem saisonalen Wärmespeicher mit zunehmender Entladung ab. Die Entladung beginnt meist bei für Wärmepumpen ungewöhnlich hohen Temperaturen von 35 bis 40 °C. Ziel der Entladung ist, den Speicher auf möglichst tiefe Temperaturen von unter 15 °C auszukühlen.
Wärmepumpen, die dies leisten können, müssen auf die hohe Liefertemperatur und die variable Quellentemperatur angepasst werden; typische Serienmodelle leisten dies nicht.
dm au