Ein Beispiel für die Beladung eines Speichers durch Kesselanlagen kann die Kombination mit einem Holzhackschnitzelkessel sein. Durch die Einbindung des Speichers wird der Betrieb von Kesselanlagen durch das Ermöglichen längerer Kessellaufzeiten und die dadurch bedingte Reduzierung von ineffizienten Zeiträumen mit vielen Start- und Stoppvorgängen (Kesseltakten) optimiert.
Bei der heute verbreiteten Holzenergienutzung in größeren Anlagen, wie z.B. zur Wärmeversorgung von Nahwärmenetzen, werden Holzhackschnitzel bzw. Pellets zur Wärmegewinnung verfeuert. Zur Abdeckung der Spitzenlast im Winter und der Schwachlast im Sommer jedoch wird der Holzhackschnitzelkessel nicht genutzt, sondern es werden meist mit Heizöl oder Gas befeuerte so genannte „Spitzenlastkessel“ eingesetzt. In der Regel werden dadurch noch 20 bis 40 % der erzeugten Jahreswärme mittels fossiler Brennstoffe erzeugt.
Um komplett auf fossile Energieträger zu verzichten und so eine CO2-neutrale Energieversorgung zu erreichen, kann ein Holzhackschnitzel-Kessel ohne Öl-Spitzenlastkessel ausgelegt werden. Um die Versorgungssicherheit im Winter zu gewährleisten, muss dieser allerdings auf die Maximallast ausgelegt werden, was dann in den anderen Jahreszeiten fast ausschließlich einen Betrieb in Teillast mit sich führt. Durch den Betrieb in Teillast und Taktfeuerung mit zwischenzeitlicher Gluthaltung entstehen jedoch wesentlich höhere CO2–Emissionen und Rückstände der unvollständigen Verbrennung.
Holzhackschnitzelkessel in Kombination mit einem Wärmespeicher
Wird eine Holzhackkessel-Anlage jedoch mit einem Wärmespeicher kombiniert, kann diese dauerhaft im oberen Leistungsbereich betrieben werden. Überschüssige Wärme wird im Wärmespeicher zwischengespeichert; ist dieser voll beladen, kann der Kessel ausgeschaltet werden und die Bereitstellung der Wärme erfolgt aus dem Speicher.
Wichtig ist das richtige Verhältnis von Holzfeuerungsleistung zu Wärmespeichergröße: Auch an den kältesten Tagen im Jahr muss genügend Wärme geliefert werden, ebenso muss der Speicher den kompletten Wärmebedarf einige Tage im Falle von Kesselwartung/-schadensbehebung decken können. Andererseits muss eine möglichst wirtschaftliche Lösung gefunden werden.
dm au