Sobald ein saisonaler Speicher in ein System mit anderen technischen Komponenten eingebunden ist, gibt es einige besondere Eigenschaften zu beachten.
- Mehrfachnutzen
Die Wirtschaftlichkeit der Wärmespeicherung kann verbessert werden, wenn der Speicher nicht nur einem Wärmeerzeuger, wie z.B. einer Solaranlage, zur Verfügung steht, sondern parallel oder in ungenutzten Zeiten auch zur Spitzenlastpufferung durch andere Wärmeerzeuger genutzt werden kann (z.B. Speicherung von KWK-Abwärme, Betriebsoptimierung von Biomassekesseln usw.). Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass der Mehrfachnutzen des Speichers nicht zu ungerechtfertigten Nachteilen für den oder die Hauptwärmeerzeuger (z.B. die Solaranlage) führen.
- Massenstrom- und Temperatur-Differenz-Varianz
Je nach Wärmeerzeuger können bei der Be- und Entladung des Speichers unterschiedliche Massenströme sowie Temperaturen auftreten, die auch je nach Erzeuger konstant oder schwankend sein können. Der Speichertyp sowie die restliche Anlagentechnik muss hierauf abgestimmt sein.
- Integrale Planung
Optimierungen sollten grundsätzlich auf Systemebene stattfinden, d.h. die Speicherplanung darf das restliche Versorgungssystem nicht außer acht lassen. Zu diesem integralen Planungsansatz gehört auch eine frühzeitige Einbeziehung aller Beteiligten am Planungsprozess des gesamten Wärmeversorgungssystems, um Schnittstellen und Randbedingungen zu definieren und aufeinander abzustimmen.
dm au