Die Entwicklung des Speicherkonzeptes für das Pilotprojekt SNAB bezog alle vier Speichertypen Behälter-, Erdbecken-, Erdsonden- und Aquifer-Wärmespeicher ein. Aufgrund der geologischen Randbedingungen, der Anforderungen des Wärmeversorgungssystems und den Wünschen des Bauherrn wurde letztendlich ein Behälterspeicher mit 5 700 m³ Wasserinhalt zur Ausführungsplanung empfohlen.
Der Speicher besteht aus einem Kegelstumpf in einer rund 5 m tiefen Baugrube, der in Ortbeton ausgeführt wurde. Die Wärmedämmung des unteren Speicherbereiches besteht aus Schaumglasschotter. Der auf dem Kegelstumpf ruhende, rund 10 m hohe Zylinder ist aus Betonfertigteilen, die auf der Speicherinnenseite eine Edelstahlauskleidung tragen, aufgestellt und vorgespannt. Hierauf ist ein weiterer Kegelstumpf aus Fertigteilen aufgebaut, die ebenso die Edelstahlauskleidung integrieren. Die Stöße der Edelstahlauskleidung wurden von innen verschweißt. Die Speicherform ist dem A/V-Optimum einer Kugel angenähert. Die Speicherwände und der Speicherdeckel wurden mit Blähglasgranulat wärmegedämmt. Die Dämmstärke nimmt dabei vertikal von unten nach oben auf max. 70 cm zu. Die Wärmedämmung wird durch eine vertikale Drainage vor Erdfeuchtigkeit geschützt.
Der Speicher ist mit einer Schichtbeladeeinrichtung ausgestattet. Im Frühjahr soll schnellstmöglich ein solares Puffervolumen im saisonalen Wärmespeicher aufgebaut werden: In der ersten Jahreshälfte belädt der Kollektorkreis in den obersten Speicherschichten ein Puffervolumen, dessen Temperatur über der Vorlauf-Temperatur des Nahwärmenetzes liegen soll. Hierzu wird der Rücklauf des Kollektorfeldes in den oberen Speicherbereich verlegt. Ist der Pufferspeicher ausreichend beladen, wird der Rücklauf auf die unterste Speicherschicht umgeschaltet.
dm au