Aufgrund der sich häufenden Anfragen aus der Praxis, ob die eigene Idee oder das eigene Projekt als Pilotprojekt zum Einsatz eines Langzeit-Wärmespeichers geeignet wäre, ist hier eine Grundsystematik zusammengefasst.
Zuerst wird die grundsätzliche Eignung der Idee zum möglichen Einsatz eines saisonalen Wärmespeichers geprüft. Diese Prüfung umfasst nicht nur die technisch-wirtschaftliche Eignung, sondern auch die organisatorischen und lokalen Bedingungen vor Ort sowie die Motivation aller Beteiligten zum Einsatz innovativer Technik.
Hat Schritt 1 ein positives Ergebnis gebracht, werden in der Projektvorbereitungsphase alle Bedingungen und Vorgaben erarbeitet, die als Basis einer Projektentwicklung notwendig sind. Dies umfasst z.B. eine erste Prüfung der Geologie vor Ort zur möglichen Realisierung eines saisonalen Wärmespeichers, die Herbeiführung eines Grundsatzbeschlusses des Stadtrates (falls notwendig), Klärung der Finanzierung etc. und Erarbeitung eines ersten technischen Grobkonzeptes.
Hat Schritt 2 gezeigt, dass ein saisonaler Wärmespeicher möglich erscheint, wird die Projektentwicklung begonnen. Dieser Schritt beinhaltet z.B. eventuell notwenige Messungen von Lastverläufen vor Ort, die Ausarbeitung eines zeitlichen Bau- und Entwicklungsplans, die Dimensionierung der innovativen Teilsysteme (meist der Kollektorfelder und des saisonalen Wärmespeichers), ggf. die Ausschreibung und Auswahl der beteiligten Planer, die Begleitung der ersten Kostenberechnung etc.
Im Rahmen der Projektentwicklung wird auch das Finanzierungskonzept konkretisiert und die Antragstellung bei den Fördermittelgebern (PTJ u.a.) begleitet.
Nach positivem Förderbescheid bzw. Freigabe durch den Investor wird die Projektumsetzung begonnen.
Weitere Schritte folgen, wie z.B. die Begleitung der Inbetriebnahmephase, die Betriebsoptimierung und die Langzeit-Überwachung.
dm au